Die Schüssler-Salze
Calcium fluoratum Nr. 1
Calcium phosphoricum Nr. 2
Ferrum phosphoricum Nr. 3
Kalium chloratum Nr. 4
Kalium phosphoricum Nr. 5
Kalium sulfuricum Nr.6
Magnesium phosphoricum Nr. 7
Natrium muriatricum Nr. 8
Natrium phosphoricum Nr. 9
Natrium sulfuricum Nr. 10
Silicea Nr. 11
Calcium sulfuricum Nr. 12
Calcium fluoratum Nr. 1
(Kalziumfluorid)
Dieses Salz wird häufig in der zwölften Dezimalpotenz
(D12) eingesetzt. Kalziumfluorid benötigt der Körper für
den Aufbau von Knochen, Sehnen, Bändern, Zähnen und Nägeln.
Das Salz sorgt für Festigkeit und Härte.
Als seine Einsatzgebiete werden angesehen: Hämorrhoiden, Schwangerschaftsstreifen,
Besenreiser-Venen; Karies, aufweichender Zahnschmelz; übermäßige
Hornhaut, Pilzbefall von Nägeln; Schuppenflechte; unschöne
Narben; Überbein, Hammerzehe; unterstützend auch bei Knochenerweichung
und Knochenschwund.
Vorkommen im Körper
Zellen der Oberhaut, Zahnschmelz, Knochen
Anwendungsgebiete
Arthrosen
Erkrankungen des Skelettes
Bandscheibenschäden
verhärtete Muskeln
Senkung innerer Organe infolge schlaffer Bänder
Falten
Divertikel
Verhärtungen der Haut
Hämorrhoiden
Schwangerschaftsstreifen
Besenreiser-Venen
Karies
aufweichender Zahnschmelz
übermäßige Hornhaut
Pilzbefall von Nägeln
Schuppenflechte
unschöne Narben
Überbein
Hammerzehe
Bindegewebsschwäche
Knochenbrüche
Bandscheibenbeschwerden
Sehnenverkürzung
Skoliose
Lordose
Kyphose
Sehnenscheidenentzündung
unterstützend bei Knochenerweichung und Knochenschwund
In Kombinatio mit Silicea
Bandscheibenprobleme
Krampfadern
Hämorrhoiden
Arterienverkalkung
Narbenwucherung
Tumore
Modalitäten
Schlechter bei
Schmerz bei Belastung
durch Kälte
bei feuchtem Wetter
bei Witterungswechsel
während der Ruhe
Kälte
Anlaufschmerz
Besser bei
Wärme
mässiger Bewegung
bei ständiger leichter Bewegung
Leitsatz
Calcium fluoratum macht Weiches hart und Hartes weich!
Absonderungen
ätzend und haben die Neigung sich zusammenzuziehen
Regelpotenz
D 12
Psyche
Schwierigkeiten mit Anpassung an veränderte Umweltbedingungen,
Unflexibilität im Verhalten
Vorkommen in Nahrung
Spinat, Vollreis, Zitronen, Zwiebel, Getreide, Pflaumen, Ackerschachtelhalm,
Beinwell, Esche, rauenmantel, Birke, Malve, Schlüsselblume
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Calcium phosphoricum Nr. 2
(Kalziumphosphat)
Kalziumphosphat ist nötig für den Knochenaufbau. Es ist
auch beteiligt am Aufbau der Zähne und macht die Zellmembranen
für den Stoffaustausch durchlässiger. Außerdem spielt
es eine Rolle bei der Blutgerinnung, bei der Muskelbewegung und
bei der Neubildung von Zellen.
Vorkommen im Körper
Knochen und Zähne, in allen Zellen
Anwendungsgebiete
Erkrankungen des Skelettes
Störungen im Knochenwachstum
Rachitis
Osteoporose
schlechte Heilung bei Knochenbrüchen
Kyphosen der Brustwirbelsäule
Zahnkrankheiten
Zahnen bei Babys
Anämiemittel
Frösteln
Rekonvaleszenz
Knochenbrüchen
Muskelkrämpfen
Nervosität
Neigung zu Nasenbluten
Neigung zu Hautjucken im Alter
Hexenschuss
Ischialgie
Kopfschmerzen
Muskeln (Verkrampfung der quergestreiften Muskulatur)
Nervenschmerzen
Knochenbrüche
Wachstumsstörungen
Aufbaumittel nach langer Krankheit
In Kombination mit
Ca fluor
Zahnaufbau
Rachitis
Ferr phos
Blutbildung
Kal phos
Schlafstörungen
Nervosität
Mg phos
Menstruationsstörungen
Schwangerschaft
Typische Symptome der Erkrankungen
lang anhaltende krampfartige Beschwerden, ziehende Schmerzen
Modalitäten
Besser bei
Bewegung
durch Ausruhen und Niederlegen
durch Wärme und Trockenheit
Schlechter
durch Kälte
Wetterumschwung, Witterungswechsel
Leitsatz
Calcium phosphoricum ist der Regulator des Calcium-Haushaltes
Absonderungen
Eiweissartig (glasig wie rohes Eiweiss), weiss-gelbe Kruste
Regelpotenz
D 6
Psyche
Sehr lebhaft, aber leicht erschöpft, gereizt, unzufrieden,
evtl. Agressiv, wenn erschöpft: Introvertiert, kontaktscheu,
Abkapselung, Verminderte Leistungsfähigkeit in jedem Bereich
Vorkommen in Nahrung
Erbsen, Gerste, Hafer, Himbeeren, Kleie, Kohl, Kopfsalat, Linsen,
Nüsse, Rhabarber, Roggen,Sesamsamen, Spinat, Weizen, Zitronen,
Zwiebel, Ackerschachtelhalm, Baldrian, Brennessel, Johanniskraut,
Liebstöckel, Schlüsselblume, Silberweide, Winterlinde
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Ferrum phosphoricum Nr. 3
(Eisenphosphat)
Eisen ermöglicht die Bindung von Sauerstoff an die roten Blutkörperchen.
Auch die Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Körper soll dieses
Salz fördern.
Vorkommen im Körper
Blut, Muskelzellen, Gehirn, Leber, Darmwand- und zotten, Schilddrüse,
Bauchspeicheldrüse, Milz
Anwendungsgebiete
Entzündungen
Tonisierungsmittel
Fieber
frische Verletzungen
Erkältungen
Grippe
allg. Erschöpfung
Rekonvaleszenz
sommerliche Diarrhoe
bei Schmerzen die brennend, drückend, heiss und klopfend sind
Störungen im Eisenstoffwechsel
Abwehrschwäche
leichten Verletzungen
Konzentrationsstörungen und Gedächtnisschwäche
Muskelkater
Husten
beginnende Mandelentzündung
Muskelschmerz
Rückensteifigkeit
Hexenschuss
Gelenkentzündungen
Kinderkrankheiten
Wunden
Quetschungen
Verstauchungen
Überanstrengung (ähnlich dem homöopathischen Arnica)
Hautausschläge
Insektenstiche
Schwellungen
In Kombination mit
Kal phos
bioch. Antibiotikum
Mg phos
bei praemenstruellem Syndrom und Zyklusbedingten Kopfschmerzen
Muskelkater
Typische Symptome der Erkrankungen
Schmerz bei Belastung
Modalitäten
Besser bei
Kälte
kalte Umschläge
durch Ruhestellung
schlechter bei
Bewegung
Wärme
Bewegung
frühmorgens
Absonderungen
trocken, ohne Sekret
Regelpotenz
D12
Psyche
Antriebslosigkeit (Tonusmangel), wenig Emotionen (keine Freude,
kein Ärger), Kontaktscheu, wenig Widerstandskraft, Konzentratonsmangel,
Charakter schwach, heftig wütend
Vorkommen in Nahrung
Bohnen, Brombeeren, Buchweizen, Datteln, Erbsen, Erdbeeren, Feigen,
Gerste, Kleie, Kohl, Kopfsalat, Linsen, Nüsse, Spargel, Spinat,
Weizen, Ackerschachtelhalm, Augentrost, Bärentraube, Beinwell,
Brennessel,Fenchel, Huflattich
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Kalium chloratum Nr. 4
(Kaliumchlorid)
Kaliumchlorid reguliert im Körper die Ausscheidung von Wasser
und ist auch für die Muskel- und Nervenfunktion wichtig. Weiterhin
beeinflusst es den Zucker- und Eiweißstoffwechsel, sowie den
Herzrhythmus und die Magen- und Darmtätigkeit.
Vorkommen im Körper
Hirn, Nervenzellen, Muskelzellen, rote Blutkörperchen
Anwendungsgebiete
Katarrhe mit zähem Auswurf
Bronchitis
Blasenentzündung
Mittelohrentzündung
Sehnenscheidenentzündungen
Entzündungen der Gelenke und Schleimbeutel
Hautausschlägen mit weißem mehlartigem Belag
Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut
Rheumatismus
Durchblutungsstörungen
Entgiftungsfunktion
Stärkung Immunsystem
Katarrhe
Bronchitis
Mandel -, Rippenfell-, Bindehautentzündung
Stockschnupfen
Impfbeschwerden
In Kombination mit
Ferr phos
Mittelohrentzündung
Ferr phos + Na phos
Verbrennungen
Ca fluor
Sehnenscheidenentzündung
Mumps
Typische Symptome der Erkrankungen
Schmerz bei Bewegung
Modalitäten
Schlimmer
bei Bewegung
bei feuchtem kaltem Wetter
Besser bei
Wärme
Leitsatz
Kalium chloratum hält Fibrin in Lösung
Absonderungen
Durchsichtig oder weissgraue Farbe (milchig)
Regelpotenz
D 6
Psyche
Beschwerden durch Ärger (Galle stockt bei Ärger), Schwierigkeiten
bei Anpassung an die Umgebung, Neigung zu Hypochondrie
Vorkommen in Nahrung
Äpfel, Blumenkohl, Brombeere,Feigen, Gerste, Grapefruits, Kokosnuss,
Kresse, Löwenzahn, Nüsse, Oliven, Randen, Sellerie, Spargel,
Tomaten, Zwiebel, Augentrost, Bärentraube, Brunnenkresse,Espe,
Feldthymian, Fenchel, Goldrute, Königskerze, Lungenkraut, Malve,
Schafgarbe, Schlüsselblume, weisse Taubnessel
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Kalium phosphoricum Nr. 5
( Kaliumphosphat)
Kalium phosphoricum ist das Nervensalz der Biochemie nach Schüßler.
Vorkommen im Körper
Hirn-, Nervenzellen, rote Blutkörperchen, Plasma, Muskelzellen
Anwendungsgebiete
Stress
nerv. Migräne
nerv. Magenleiden
nerv. Schlaflosigkeit
Depressionen
Platzangst
Hypochondrie
allg. Nervenschwäche
Lähmungserscheinungen
körperliche, geistige und seelische Erschöpfungszustände
nervöse Schlaflosigkeit
Antriebslosigkeit
Krämpfe
kreisrunder Haarausfall
Hyperaktivität bei Kindern
Kreuzschmerzen
Muskellähmungen
Kopfschmerzen
Schlafstörungen
Gedächtnisschwäche
Muskelschwäche
nervöse Herzbeschwerden
alle neurovegetativen Beschwerden
In Kombination mit
Ca phos
Nervenstärkung
Typische Symptome der Erkrankungen
Kreuzschmerzen
krampfartige Schmerz bei Überanstrengung
Modalitäten
Besser durch
Bewegung
Wärm
Ruhe
Schlechter
durch Aufregung
Sorge
Kälte
Anstrengung (geistig, physisch)
bei Beginn der Bewegung
bei großer Anstrengung
in der Nacht
Leitsatz
Kalium phosphoricum ist das Zellschutz- und Zellerhaltungsmittel
Absonderungen
faulig, stinkend, ätzend
Regelpotenz
D 6
Psyche
Hypersensible Menschen, Ängstlichkeit, Neigung zu Reizbarkeit
und depressiver Verstimmung wegen Energiemangel, Assoziationsstörungen
Vorkommen in Nahrung
Äpfel, Brombeeren, Feigen, Gerste, Grapefruits, Kohl, Kresse,
Löwenzahn, Nüsse, Randen,Sellerie, Spinat,
Tomaten, Zitronen, Baldrian, Besenginster, Gänsefingerkraut,
Königskerze, Salbei, Sonnentau, Linde
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Kalium sulfuricum Nr.6
(Kaliumsulfat)
Kaliumsulfat kommt in den Knochen, der Haut und Muskulatur sowie den
Nägeln vor. Es spielt auch eine Rolle bei der Verarbeitung von
Eiweißen. Es ist in der Biochemie nach Schüßler das
Basismittel bei allen Haut- und Lebererkrankungen.
Vorkommen im Körper
Blut- und Muskelzellen, Haut- und Schleimhautschichten
Anwendungsgebiete
chron. Schnupfen
chron. eitrigen Katarrhen
Abgeschlagenheit
Mattigkeit
Hautjucken
Rheuma
zur Förderung der Leberentgiftung
Gelenksentzündungen
Glieder schwer und matt
Kopfschmerzen
Rheumatische Beschwerden
chronische Beschwerden
Asthma
Neurodermitis
eitrige Sinusitis
eitrige Ohren und Augenentzündung
Typische Symptome der Erkrankungen
wandernde Gelenkschmerzen
Modalitäten
Schlimmer
in geschlossenen Räumen
Abends
in warmen Räumen
in der Wärme
Besser durch
frische, kühle Luft
bei trockenem Wetter
Leitsatz
Kalium sulfuricum belebt unzulängliche Funktionen
Regelpotenz
D 6
Psyche
Geistige Langsamkeit (Phlegmatiker), Abneigung gegen Gesellschaft,
mangelndes Selbstvertrauen, manglender Ehrgeiz
Vorkommen in Nahrung
Äpfel, Blumenkohl, Datteln, Brunnenkresse, Erdbeeren, Feigen,
Karotten, Kartoffel, Meerrettich, Orangen, Petersilie, Rettich,
Augentrost, Brennessel, Erdrauch, Fenchel, Frauenmantel, Melisse,
Malve
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Magnesium phosphoricum Nr. 7
(Magnesiumphosphat)
Magnesiumphosphat ist das schmerzstillende und entkrampfende Mittel
der Biochemie nach Schüßler.
Vorkommen im Körper
Nerven- , Muskelzellen, Hirn und Rückenmark, innere Organe
Anwendungsgebiete
Krämpfe jeglicher Art
Migräne
Angina pectoris
Reizhusten
bei bohrenden, schneidenden, scharfen Schmerzen
Waden-, Bauch-, Perioden- und Gefäßkrämpfen
Migräne
Einschlafstörungen
nervliche Unruhe
Krämpfe der Muskulatur
Bandscheibenbeschwerden
Hexenschuss
Ischias
Kopfschmerzen
senkt Cholesterinspiegel
antithrombotisch
antiallergisch
entspannend
Krämpfe
Koliken
Blähungen
Neuralgien
Migräne
Krampfhusten
Verstopfung
Heißhunger auf Schokolade
Typische Symptome der Erkrankungen
periodisch, jede Nacht auftretend
bohrender, krampfartiger Schmerz
Modalitäten
Besser durch
Wärme
Druck
reiben der schmerzenden Stelle
schlechter
durch Kälte und leichte Berührung
nachts
Leitsatz
Magnesium phosphoricum ist das Krampfmittel der Biochemie
Regelpotenz
D 6
Psyche
Müde, matt, erschöpfte Menschen, nervös, Abneigung
gegen geistige Anstrengung, unfähig klar zu denken
Vorkommen in Nahrung
Bohnen, Datteln, Erbsen, Feigen, Gerste, Grapefruits, Kastanien,
Pflaumen, Roggen, Rosinen, Weizenkleie, Ziegenmilch, Baldrian, Besenginster,
Feldthymian, Fenchel, Gänsefingerkraut, Huflattich, Kamille,
Königskerze, Jakobskreuzkraut, Mistel, Pfefferminze, Schöllkraut,
Wegerich, Wermut
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Natrium muriatricum Nr. 8
(Natriumchlorid)
Natrium chloratum wird aus reinem Kochsalz hergestellt und soll
bei vor allem bei Störungen helfen, die sich durch Schwellungen
(Ödeme), Trockenheit von Schleimhäuten und Haut sowie
einer erhöhten Absonderung von Körperflüssigkeiten
bemerkbar machen.
Vorkommen im Körper
In allen Geweben und Körpersäften
Anwendungsgebiete
Schwächegefühle
Ödeme
Trockenheit
Blutarmut
Bluthochdruck
Ausfluss
Frösteln
kalte Hände und Füsse
Hämorrhoiden
Übersäuerung
Bleichsucht
wässriger Durchfall
Fließschnupfen
Hautausschläge mit Bläschen
Depressionen
Weinerlichkeit
Kräfteverfall
rheumatische Beschwerden
Arthritis
Arthrose
Gelenkrheumatismus
Kältegefühl der Extremitäten
Kopfschmerzen
Muskelzuckungen
reguliert den Wasserhaushalt
reguliert das Säure-Basen Gleichgewicht
regt die Blutbildung an
Magen-Darmbeschwerden
Abmagerung
Hautausschläge mit Bläschenbildung
Ekzeme
rheumat. Beschwerden
Taubheitsgefühl der Extremitäten
Migräne
Typische Symptome der Erkrankungen
periodisch auftretend
Modalitäten
Schlechter
an der See
Verlangen oder Abneigung gegenüber Salz
morgens
bei feucht-kühlem Wetter
im Liegen
Besser
bei trockenem, klaren, warmen Wetter
Besserung durch Schwitzen
Leitsatz
Natrium muriatricum reguliert den Wasserhaushalt und regt den "Nährstrom"
an
Regelpoten
D 6
Psyche
Anfänglich überaktiv (etwas überdeht), aber wegen
Energiemangel schnell erschöpft, dabei bleibt der Antrieb erhalten.
Durch
dieses Missverhältnis entsteht Frustration und Verschlossenheit.
Selbstmitleid, Empfindlichkeit, weint, ist
nicht so distanziert
Vorkommen in Nahrung
Erdbeeren, Feigen, Hafer, Karotten, Nüsse, Roggen, Sellerie,
Spinat, Brennessel, Erdrauch, Brunnenkresse, Gänseblümchen,
Hauhechel, Huflattich, Kornblume
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Natrium phosphoricum Nr. 9
(Natriumphosphat)
Natriumphosphat wirkt mild abführend und wirkt einer Übersäuerung
des Körpers entgegen. Die Phosphat- und Natrium-Ionen sind
bei vielen Auf-, Ab- und Umbauvorgängen im Körper wichtig.
Vorkommen im Körper
Hirn-, Blutzellen, Blut- und Ge-
webeflüssigkeit
Anwendungsgebiete
saurem Stuhl
saurem Schweiss
saurem Aufstossen
Gastritis, Seborrhoe
eitrige Ausschläge
Krampfadern
Kopfschmerzen
Steinbildung
Verdauungsbeschwerden von Kleinkindern
nach fettreichen Mahlzeiten
bei Störungen der Fettverbrennung
Gichtbeschwerden
Asthma
Gelenkerkrankungen
Rheumatismus
Müdigkeit, Mattigkeit
Stoffwechselstörungen
Typische Symptome der Erkrankungen
dumpf, quälend, periodisch
Modalitäten
Schlechter
bei feuchter, kalter Witterung
durch körperliche Anstrengung und Bewegung
Besser
während des Tages
durch Wärme
Leitsatz
Natrium phosphoricum hält die
Harnsäure in Lösung
Regelpotenz
D 6
Psyche
Sind "sauer", gereizt, nervös, intolerant, ungesellig,
aggressiv, stark eigeengter Lebens- und
Gesichtskreis, Meinungsstarre und Isolation. Nur an "Fassbarem"
interessiert, kein Interesse an Philosophie und geistigen Aspekten
des Lebens. Bei Männern u.U. starker Sexualtrieb, bei Frauen
vermindert
Vorkommen in Nahrung
Äpfel, Erbsen, Erdbeeren, Gerste, Hafer, Karotten, Kohl, Roggen,
Sellerie, Weizen, Bärentraube, Erdrauch, Beinwell, Esche, Birke,
Löwenzahn, Pfefferminze, Schafgarbe, Schöllkraut
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Natrium sulfuricum Nr. 10
(Natriumsulfat)
Natriumsulfat minimiert die Wasserrückgewinnung im Darm. Natrium
sulfuricum soll überschüssige Flüssigkeit aus dem
Körper entfernen.
Vorkommen im Körper
In allen Körpersäften
Anwendungsgebiete
Gicht
Rheuma
nässende Ekzeme
Gelbsucht
regt die Ausscheidung an
Gewebeschwellungen
Verstopfung
Durchfall
nässende Hautausschläge
Bettnässen
Hüftschmerzen
Stoffwechselstörungen
Knirschen in den Gelenken
Fettsucht
Fettleber
Gallen- und Nierensteine
Oedeme
Diabetes
Rheuma
Gicht
offenes Bein
Schlafstörungen
Typische Symptome der Erkrankungen
plötzliche heftige Anfälle
periodisch auftretender Schmerz
Modalitäten
Schlechter
durch nasse Kälte
bei nebligem, feuchtem Wetter
gegen Morgen
Besser
bei trockener, warmer Witterung
Leitsatz
Natrium sulfuricum regt den
Klärstrom an.
Regelpotenz
D 6
Psyche
Introvertierte Melancholiker, mürrisch, kein Mitteilungsbedürfnis,
wenig soziale Kontakte.
Vorkommen in Nahrung
Äpfel, Blumenkohl, Erdbeeren, Feigen, Hafer, Hirse, Orangen,
Rhabarber, Brennessel, Erdrauch, Espe,
Frauenmantel, Birke, Salbei
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Silicea Nr. 11
(Kieselsäure)
Kieselsäure ist im Körper an der Bildung von Kollagen
beteiligt. Kollagen ist wichtig für die Entwicklung und Stabilisierung
von Knorpel, Bindegewebe, Sehnen und Knochen. Außerdem sorgt
es für die Elastizität und Festigkeit von Haaren und Nägeln.
Vorkommen im Körper
In allen Körperzellen, weisse Blutkörperchen
Anwendungsgebiete
Verhärtungen
Darmdivertikel
Bindegewebeschwäche
chron. Eiterungen
brüchigen Haaren und Nägeln
Eiterungen der Haut
Furunkeln
Fisteln
Arthrose
Bandscheibenschäden
Knochenschwund
Gefäßverkalkung
übermäßigem Schwitzen
Faltenbildung im Gesicht
Bindegewebsschwäche
Hüftgelenkserkrankungen
Knochenhautentzündungen
Kopfschmerzen
Neuralgien
Rheumatische Beschwerden
erschlaffte Haut
Cellulite
Krampfadern
Hämorrhoiden
schlechte Heilungstendenz
In Kombination mit
Ca fluor + Sil + Ca phos
Aufbaumittel für Haut, Schleimhaut, Knochen, Haare, Nägel
Ca fluor + Sil
Fisteln
Narben
Gerstenkorn
Sil + Ca sulf
Förderung der Ausscheidung bei allen eitrigen Prozessen
Typische Symptome der Erkrankungen
Überempfindlichkeit gegen Geräusche und Licht
Modalitäten
Schlechter
bei Kälte
Bewegung
Abends
Nachts
Besser
bei Wärme
trockene Witterung
in Ruhe
Leitsatz
Das Bindegewebsmittel der Biochemie
Regelpotenz
D 12
Psyche
Mangelnde Vitalität trotz vorhandenem Antrieb; daraus resultieren
Minderwertigkeitskomplexe, "Reizbare Schwäche": Zornig,
genervt wenn etwas nicht sofort klappt
Vorkommen in Nahrung
Erdbeere, Feige, Gerste, Hafer, Hirse, Löwenzahn, Baldrian,
Brennessel, Johanniskraut, Königskerze, Linde
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Calcium sulfuricum Nr. 12
(Gips)
Vorkommen im Körper
Leber, Galle, Muskeln, Schleimhäute, Knorpel
Anwendungsgebiete
chron. Infektionen
Fokalrheuma
Durchfälle nach Tropenaufenthalten
Bindegewebemittel
Rheumatismus
leichte neuralgische Schmerzen
Entzündungen
Abszesse
Furunkel
Karbunkel
Typische Symptome der Erkrankungen
brennende Schmerzen
Modalitäten
Besser
durch Kühle (keine Kälte, keine Wärme)
bei trockener Wärme
Schlechter
bei Witterungswechsel
Regelpotenz
D 6
Psyche
Unauffällig, tut penibel seine Pflicht, aber keinen Strich
mehr aus eigenem Antrieb. Ist dabei aber nicht zufrieden.
Vorkommen inNahrung
Datteln, Gerste, Hafer, Kleie, Kohl, Linsen
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Mineralstoffe nach Dr. Schüssler
Mineralstoffe werden schon seit langer Zeit für die Gesundheit
eingesetzt. Ein Mangel kann die Ursache für die verschiedensten
Beschwerden sein.
Die Mineralstoffe nach Schüssler sind nicht herkömmliche
Substanzen wie sie z.Bsp. in der Nahrung vorkommen, sondern es sind
potenzierte Stoffe (ähnlich der Homöopathie). Sie greifen
positiv regulierend in den Zellstoffwechsel ein. Verabreicht werden
die Stoffe vorwiegend in Form von Tabletten oder auch als Salben.
Auch können Wickel, Bäder, Waschungen und Kompressen zur
äußerlichen Anwendung durchgeführt werden.
Diese bio-chemische Therapie kann eingreifend wirken bei:
* der Lockerung von Blockaden,
* der Säure-Basen-Haushalt wird ausgeglichen, der Körper
kann entsäuert werden
* das Immunsystem kann verbessert werden
* der Zellstoffwechsel wird angeregt
Im nachfolgenden Text findet Ihr eine kleine Beschreibung möglicher
Anwendungsgebiete und der Wirkungsweise der Schüssler-Salze.
Neben den Schüssler-Salzen gibt es noch Ergänzungsmittel.
Dabei handelt es sich um Kombinationen. Von einigen dieser Ergänzungsmittel
sind jedoch bisher nur wenige Erfahrungswerte und Forschungsergebnisse
vorhanden. Diese Ergänzungsmittel werden in der folgenden Beschreibung
nicht weiter erwähnt.
Über die Anwendungsweise, die Dosierung, Zeitpunkt der Einnahme
und die Anwendungsdauer und die Kombination der einzelnen Mineralstoffe
sollte man sich umfassend informieren und am besten bei einem Arzt
oder Apotheker Rat suchen.
Bei Verdacht einer Krankheit ist außerdem eine fachärztliche
Abklärung notwendig. Sobald diese stattgefunden hat, kann mit
Hilfe der Schüssler-Salze die Gesundung unterstützt werden.
Literatur zu diesem sehr umfangreichen Thema findet man in vielen
Buchhandlungen.
Die Biochemische Therapie
Was sind Schüsslersalze
Anorganische Verbindungen aus Metallen und Säuren = Salze,
die für den Stoffwechsel (= Biochemie) der Zelle unerlässlich
sind. Durch Feinvereibung (D3, D6, D12) liegen sie als Jonen vor
und können so die Zellmembran passieren und das Konzentrationsgefälle
zwischen Inter- und Extrazellularraum wieder herstellen.
Wie wirken die Mineralsalze
Durch die Wiederherstellung des Konzentrationsgefälles ist
die nötige Aufnahme des/der entsprechenden Mineral's/ien aus
der Nahrung wieder möglich (vorausgesetzt: ausgewogene Ernährung).
In gravierenden Fällen können zusätzlich allopathische
Mineraltabletten (Calcium, Magnesium; - mit therapeutischer Verordnung
event. auch Kalium und Eisen - aber nur kurzzeitig!) und Basenmittel
eingenommen werden. Deren Aufnahme wird durch die Schüsslersalze
stark verbessert und dadurch die Neutralisation und Ausscheidung
von Säuren und Toxinen aus den Zellen gewährleistet.
Wann ist eine Biochemische Therapie angezeigt?
* als Erstmaßnahme bei akuten Erkrankungen; - noch vor einer
homöopathischen Therapie, da für den Laien die Symptomatik
eines Schüsslersalzes leichter zu erkennen ist und durch seine
Gabe jede weitere Therapie verbessert wird.
* bei Mineralmangel und Übersäuerung und den daraus folgenden
Erkrankungen
* bei Profi-Sportlern und Diäten
* bei chronischen Beschwerden, um die biochemische Funktionsfähigkeit
der Zelle zu verbessern, damit die Reaktionsfähigkeit auf Alternative
Therapien ( Tee's, Pflanzenextrakte, Homöopathie, Ayurveda,
TCM ...) hergestellt wird.
* begleitend zu und nach allen zellschädigenden Medikationen
und Therapien, um die Sauerstoffversorgung und Entgiftung des Organismus
zu verbessern.
Dosierung und Kombination der ausgewählten Mittel
Nach Schüssler sollte 1 Mittel ausreichend sein, v.a. bei
akuten Beschwerden ; - bei chronischen ergänzen sich aber oft
2 Mittel (+ event. 1 Akutmittel) - Kombinationsvorschläge siehe
Unten! Eine Kombination von mehr als 4 Mitteln gleichzeitig ist
nicht sinnvoll; - am besten ist 2 Ausscheidungsmittel + 1 Akutmittel.
Am Anfang und bei akuten Beschwerden sind oft bis zu 20 Tbl eines
Mittels/tgl! nötig. Sie lösen 10 Tbl in warmen Wasser
auf und trinken das schluckweise innerhalb von 1/2 - 2 Std. Bei
Bedarf nochmals wiederholen.
Nehmen Sie mehrere Langzeitmittel, so wird das eine vormittags
genommen, das andere nachmittags (je 2-6 Tbl in Wasser); ein eventuelles
Akutmittel wird zwischendurch 1-5x tgl. je 2 Tbl in Wasser oder
auf die Zunge eingenommen. Wenn möglich die Mittel nicht zusammen
einnehmen.
Die 12 Funktionsmittel:
Falls nicht anders angegeben werden die Mittel von mir in einer
D6 verwendet, da sie in dieser Verreibung am besten die Zellwand
passieren und noch eine substantielle Wirkung haben. Ca fluor und
Ferr. phos, teilweise auch Silicea werden wegen der geringen Löslichkeit
in D12 verwendet.
Natürlich können Sie alle Mittel auch in D12 anwenden,
haben jedoch dann kaum noch eine Mineralwirkung - wie Oben beschrieben
-, sondern ein homöopathisches Arzneimittel.
Die D3 Verreibungen werden zwar noch angeboten, aber wegen des
geringen Verteilungsgrades kaum verwendet.
Biographie
Zur Person Dr. med. W.H. Schüßler
Wilhelm Heinrich Schüßler wurde am 21. August 1821 in
Bad Zwischenahn im Großherzogtum Oldenburg in Oldenburg geboren,
wo er auch seine Kindheit verlebte.
Die Familie Schüßler war sehr arm und vermutlich hat
sich Wilhelm Heinrich mit Sprachunterricht und als Hauslehrer durchgebracht,
bis er im Alter von dreißig Jahren mit dem Studium beginnen
konnte.
Er studierte ein Jahr in Paris Medizin, da die Fakultät zu
dieser Zeit einen besonders guten Ruf hatte. Danach setzte er seine
Studien in Berlin fort, wo er den Beginn des Umbruches in der Medizin
von einer naturphilosophischen zu einer naturwissenschaftlichen
erlebte. Man ging nicht mehr von den philosophischen Bemühungen
aus, mit denen die Erkenntnisse von Wesen, Gesetzen, Formen und
Erscheinungen der sichtbaren Natur gewonnen wurden, sondern von
den Erfahrungen, von den empirischen Experimenten. Die Erkenntnisse
in der Naturwissenschaft werden gewonnen durch Beobachtung, Messung,
Vergleich und Experiment.
Unter anderem lehrten zu dieser Zeit Justus von Liebig und Rudolf
Virchow. Ihre Forschungen hatten entscheidenden Einfluß auf
den Medizinstudenten Schüßler. Auch in Berlin hielt es
ihn nicht länger als ein Jahr. In Gießen hat er dann
seine Studien fortgesetzt und auch promoviert. Um sein Wissen zu
erweitern, zog Schüßler nach seiner Promotion nach Prag,
da dort die Homöopathie durch gute Lehrer vertreten war. Dieses
Fach wurde durch Elias Altschul und dem Dozenten Hofrichter gelehrt.
Bereits nach einem Semester Aufenthalt in Prag reichte er in Oldenburg
ein Gesuch auf Zulassung zum medizinischen Staatsexamen ein. Dieses
Gesuch wurde abgelehnt, weil er einerseits das geforderte Abiturzeugnis
nicht erbringen konnte und andererseits noch keine vollen vier Jahre
Studium vorweisen konnte, welche nach einer Oldenburgischen Verordnung
vom 30. April 1831 verlangt wurden.
Im Jahre 1857 sucht Schüßler erneut um die Zulassung
zum Staatsexamen nach, nachdem er das Abitur am Alten Gymnasium
in Oldenburg nachgeholt hatte. Diesmal konnte Schüßler
das medizinische Staatsexamen am 14. August 1857 abschließen.
Später musste über die Zulassung Schüßlers
als homöopathischer Arzt in Oldenburg entschieden werden. Die
neue Heilweise war bei den Ärzten sehr umstritten und wurde
häufig bekämpft. In den Ärztevereinen wurden keine
Homöopathen zugelassen, und einem Arzt, der sich der Homöopathie
zugewandt hatte, wurde die ärztliche Qualifikation regelrecht
abgesprochen. Deswegen gab es nur wenige homöopathische Ärzte.
Trotz der Ablehnung durch die Ärzteschaft fand die Heilweise
bei den Menschen begeisterte Aufnahme, weil schon damals das Vertrauen
in die herkömmliche Schulmedizin erschüttert war. Viele
Menschen wandten sich wegen der Erfolge der Homöopathie zu.
Oldenburger Bürger reichten nun ein Gesuch um Zulassung eines
homöopathischen Arztes ein. Sie wiesen auf den jungen Arzt
Dr. med. W. H. Schüßler hin, der kürzlich das Examen
bestanden habe und sich zur Ausübung der Homöopathie bereit
erklärt hat. Die Erlaubnis zur Niederlassung, die nur eine
begrenzte Anzahl von Ärzten vorsah, wurde am 2. Januar 1858
ausgestellt.
Schüßler nahm seinen Wohnsitz in Oldenburg und lebte
hier bis zu seinem Tode am 30. März 1898.
Über sein Privatleben findet man nur spärliche Angaben,
es scheint still und ohne jedes besondere Auftreten in der Öffentlichkeit
abgelaufen zu sein. Nachdem Schüßler erst einmal seine
Biochemie erarbeitet hatte, gab es für ihn nichts anderes mehr,
als die Verbesserung dieser Lehre. Er war verschlossen in seinem
Wesen, in sich gekehrt und blieb unverheiratet.
Zunächst war nach seiner Zulassung als homöopathischer
Arzt in Oldenburg von der Biochemie keine Rede.
Schüßler begann sich zunächst mit Artikeln über
aktuelle medizinische und homöopathische Probleme auseinanderzusetzen.
Sie wurden in Fachzeitschriften veröffentlicht und haben oft
Entgegnungen hervorgerufen. Er trat 1861 dem Homöopathischen
Zentralverein bei, welchen er 1876 wieder verließ, weil die
"tonangebenden Herren meine Therapie nicht als eine homöopathische
anerkennen wollen" (Zitat Schüßler).
Schüßler-Salze
Schüßler-Salze oder die Biochemie nach Schüßler
gehören zu den Naturheilverfahren. Ihr angenommener Wirkungsmechanismus
ist - dem schulmedizinischen Verständnis nach - nicht nachgewiesen.
Die Schüßler-Therapie verwendet 12 Salze, die für
die Behandlung von fast allen Krankheiten verwendet werden. Das Naturheilverfahren
geht auf den Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821
1898) zurück. Mit den Mineralsalzen wird dem Körper nicht
der notwendige Bedarf an Mineralstoffen zugeführt, sondern Schüßler
ging vielmehr davon aus, dass im Krankheitsfall Mineralstoffe - wie
beispielsweise Magnesium, Kalzium und Phosphat -wieder dorthin gelangen,
wo sie im Körper gebraucht werden.
Die Schüßler-Salze werden nach homöopathischen
Regeln verdünnt und haben die entsprechenden Bezeichnungen
(D1 = 1:10, D6 = 1:1000.000). Die starken Verdünnungen sollen
vom Körper besser aufgenommen werden. Die Salze sind in Tablettenform
oder als Salben erhältlich. Die Diagnose erfolgt anhand der
Krankheitssymptome und der so genannten Antlitz-Diagnostik oder
Signaturen-Diagnostik. Diese Diagnosemethode beruht auf der Annahme,
dass jeder Salzmangel bei den Betroffenen typische Mangelzeichen
im Gesicht, den Haaren, Händen, Füßen und den Fuß-
und Fingernägel hinterlässt.
Die so genannte Biochemie nach Schüßler
wird heutzutage vor allem von Heilpraktikern angewendet. Die klassischen
Anwendungsgebiete sind chronische Krankheiten. Auch leichte Befindlichkeitsstörungen
und leichtere akute Beschwerden sollen damit behandelbar sein. Lebensbedrohliche
Erkrankungen wie ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall, Krampfanfälle
und Verletzungen durch Unfälle gehören unbedingt in die
notfall- und intensivmedizinische Versorgung! Schüßler-Salze
sind hier nicht angebracht, sondern führen zu einem Zeitverlust
mit lebensgefährlichen Folgen.
Ist eine Krankheit ärztlich diagnostiziert und wird durch
den Mediziner behandelt, so können Schüßler-Salze
eventuell ergänzend genommen werden. Bei Unsicherheiten halten
Sie auf jeden Fall Rücksprache mit einem Therapeuten, der mit
Schüßler-Salzen arbeitet.
Wie werden die Salze angewendet und was ist zu beachten?
Schüßler-Salze werden in Tablettenform meist in den
Verdünnungen D6 und D12 verabreicht. Dabei sollen die Tabletten
im Mund langsam unter der Zunge zergehen. 5 Minuten vor der Einnahme
und 10 Minuten danach sollte nichts gegessen und getrunken werden.
Bei leichten akuten Beschwerden sollte man ständig eine Tablette
unter der Zunge zergehen lassen. Bei chronischen Krankheitsgeschehen
werden für gewöhnlich dreimal täglich 2 Tabletten
empfohlen.
Bei dem Salz Nummer 7, Magnesium phosphoricum, wird bei akuten
Schmerzzuständen eine Einnahme als Heiße Sieben
empfohlen. Dazu werden 10 Tabletten in einer Tasse mit kochendem
heißem Wasser aufgelöst. Diese Flüssigkeit soll
so heiß wie möglich schluckweise getrunken werden. Dabei
soll jeder Schluck möglichst lang im Mund behalten werden,
um die Aufnahme über die Mundschleimhäute optimal zu gewährleisten.
Eine Einnahme von anderen Schüßler-Salzen als Heiße
Sieben ist ebenso möglich. Mehr als drei unterschiedliche
Schüßler-Salze sollen nicht an einem Tag eingenommen
werden.
Zu beachten ist, dass Personen mit Einschränkung der Nierenfunktion
Probleme bei der Zufuhr von zuviel Kalium bekommen können.
Kalium ist in den niedrigen Potenzen noch in manchen Salzen vorhanden
und kann eventuell schädigend wirken. Auch vorsichtig sein,
müssen Menschen mit einer Laktoseintoleranz, da die Tabletten
Laktose enthalten. Es kann in diesem Fall auf Globuli (Streukügelchen)
gleicher Potenz ausgewichen werden, die auf Rohrzuckerbasis hergestellt
werden. Zehn Globuli entsprechen etwa einer Tablette.
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